Joss Stone

Stone, Joss, eigentlich Joscelyn Eve Stoker, britische Soul-Sängerin, * Dover (Kent) 11. 4. 1987.

Biografie

Als Jugendliche entwickelte Joss Stone Interesse an Soul und Blues und gewann bereits im Alter von 14 Jahren mit der Interpretation des Songs »(You make me feel) like a natural woman« einen Wettbewerb innerhalb der britischen Fernsehsendung »Star for a night«. 2003 erhielt sie bei der amerikanischen Plattenfirma S-Curve einen Vertrag; im Zuge der Professionalisierung ihrer Karriere nahm sie den Künstlernamen Joss Stone an. Probeaufnahmen, für die vor allem ältere Soul-Titel gewählt worden waren, zeigten Joss Stone als so perfekte Sängerin, dass sich das Label entschloss, bereits diese Aufnahmen unter dem Titel »The Soul Sessions« noch 2003 als erste CD zu veröffentlichen. An den Aufnahmen hatten versierte Soul-Musiker wie die Sängerinnen Betty Wright und Angie Stone sowie der Organist Timmy Thomas (»Why can’t we live together«, 1972) und einige Musiker der Hip-Hop-Formation The Roots teilgenommen. Diesem mit mehr als zwei Millionen verkauften Exemplaren außerordentlich erfolgreichen Debütalbum folgte 2004 die CD »Mind , Body & Soul«. Die Sängerin hatte sich an der Mehrzahl der auf dieser CD veröffentlichten Songs auch als Co-Autorin beteiligt; das Album erwies sich als ebenso erfolgreich wie »The Soul Sessions« und brachte Joss Stone 2005 zwei Brit Awards und drei Grammy-Nominierungen ein. Mit dem von Raphael Saadiq produzierten und 2007 veröffentlichten Album »Introducing Joss Stone« wandte sich die Sängerin vorsichtig auch jüngeren Entwicklungen Schwarzer Musik zu.
Mit ihrem für eine junge Sängerin außergewöhnlich reifen Stimmklang ist es Joss Stone möglich, beinahe jeden Soultitel adäquat zu singen. Dabei gelingt es ihr offensichtlich intuitiv, die Atmosphäre des jeweiligen Songs zu erfassen und zu vermitteln. Setzte sie zunächst auf wenig bekannte Kompositionen aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren, so sind auf »Mind, Body & Soul« und besonders auf »Introducing Joss Stone« kongeniale neue Kompositionen zu finden, zu denen die Sängerin auch als Autorin Beiträge leistete. Dabei sind es einerseits stilsicher nachempfundene Songs wie »Tell me ‚bout it«, das die Musik etwa der Supremes auferstehen lässt, andererseits aber auch Songs wie »Music« und »Tell me what we gonna do now«, zu denen sie die Hip-Hop-Stars Lauryn Hill beziehungsweise Common hinzuzog. Die künstlerische Reputation der Sängerin ist innerhalb weniger Jahre so gewachsen, dass sie mit Musikern wie Gladys Knight, Patti LaBelle, Robbie Williams und Carlos Santana auftrat oder an gemeinsamen Aufnahmen arbeitete.

Joss Stone hat kurzzeitig auch als Model für die Modefirma The Gap gearbeitet und trat in einigen kleineren Film- und Fernsehrollen auf.

Diskografie

The Soul Sessions (2003)
Mind, Body & Soul(2004)
Introducing Joss Stone (2007)
Colour me Free! (2009)
The Soul Sessions Vol. 2 (2012)
Water for Your Soul (2015)

Weblinks

http://www.jossstone.com (Offizielle Website der Sängerin Joss Stone)