Keb’ Mo’

Keb’ Mo’ , eigentlich Kevin Moore, amerikanischer Bluesmusiker (Gesang, Gitarre, Text, Komposition), * Los Angeles (Kalifornien) 3.10.1951.

Biografie

Keb’ Mo’ interessierte sich bereits als Kind für Blues und Gospel, begann früh, Gitarre zu spielen und lernte während der Schulzeit auch Trompete und Horn. Ende der 1960er-Jahre spielte er zunächst Steel Drums und Kontrabass in einer Calypso-Band, engagierte sich in den 1970er-Jahren aber hauptsächlich in Blues-Bands. Anfang der 1970er-Jahre war er Mitglied der Band des Blues-Veteranen Papa John Creach, der unter anderem bei Jefferson Starship Violine gespielt hatte. Mit der Band Creachs war Keb’ Mo’ erstmals auch an Schallplattenaufnahmen beteiligt.

Im Laufe der 1970er-Jahre festigte Keb’ Mo’ seine musikalische Karriere, arbeitete für A&M Records als Song-Schreiber und erarbeitete sich bis zum Ende des Jahrzehnts einen gewissen Namen. Sein unter dem Namen Kevin Moore veröffentlichtes Debütalbum »Rainmaker« (1980) allerdings war ein kommerzieller Misserfolg. Enttäuscht nahm Keb’ Mo’ ein langjähriges Engagement in der Whodunit Band des Produzenten Monk Higgins an und trat etwa mit Albert Collins und Big Joe Turner auf.

1994, er nannte sich inzwischen Keb’ Mo’, versuchte er erneut, mit einem eigenen Album Erfolg zu haben. »Keb’ Mo’« fand Anklang und für sein 1996 veröffentlichtes zweites Album, »Just like you« erhielt er einen Grammy. Auch für »Slow down« (1998) und »Keep it simple« (2004) konnte er die begehrte Trophäe entgegennehmen. Zwischendurch veröffentlichte er neben weiteren Blues-Platten auch ein Album mit Kinderliedern (»Big wide grin«, 2000) und beteiligte sich 2003 maßgeblich an Martin Scorseses Film-Zyklus »The Blues«. Im Rahmen der Arbeit an den Filmen entstanden auch einige Aufnahmen, die auf verschiedenen Zusammenstellungen zu finden sind. Bereits 1998 hatte Keb’ Mo’ in einem Dokumentarfilm den Country-Blues-Musiker Robert Johnson porträtiert.

Robert Johnson ist die zentrale Figur in Keb’ Mo’s Musik. Zwar nahm er tatsächlich auch einige Blues-Stücke seines Vorbilds auf, weit mehr aber spielt er den Blues in dessen Geist. Keb’ Mo’ ist ein ausgezeichneter Gitarrist, der gleichermaßen gut akustische Gitarre – dann auch häufig als Slide Guitar – und die elektrische Gitarre spielt, in einem unaufgeregten Stil. Seine Aufnahmen sind mustergültig produziert, häufig nur er allein und seine Gitarre, oft im klassischen Quartett Orgel, Bass und Schlagzeug, selten mit einigen Bläsern. Er beherrscht nicht nur den standardisierten Zwölftakt-Blues, wie es etwa »A letter to tracy« in einer besonders asketischen, lakonischen Form ist, sondern ebenso den Talking Blues, wie er beispielsweise mit »Am I wrong« bewies. Einzigartig aber sind sein Stimmklang und seine Art zu singen, die jeden Song, an dem Keb’ Mo’ beteiligt ist, prägt – selbst, wenn er »I hope« mit dem Country-Trio The Dixie Chicks singt.

Auszeichnungen

Grammy 1996
Grammy 1998
Grammy 2004

Diskografie

Rainmaker (1980)
Keb‘ Mo‘ (1994)
Just Like You (1996)
Slow Down (1998)
The Door (2000)
Big Wide Grin (2001)
Keb‘ Mo‘ (2002; veröffentlicht in der Reihe: Martin Scorsese Presents the Blues)
Keep It Simple (2004)
Peace… back by popular demand (2004)
Suitcase (2006)
Live & Mo‘ (2009)
The Reflection (2011)
Bluesamericana (2014)

Weblinks

http://www.kebmo.net (Offizielle Website des amerikanischen Bluesmusikers Keb’ Mo’)