Pino Palladino

Palladino, Pino, britischer Bassgitarrist italienischer Abstammung, * Cardiff (Wales) 17. 10. 1957.

Pino Palladino interessierte sich als Jugendlicher zuächst für die elektrischen Gitarre, wechselte aber 1973 zur elektrischen Bassgitarre. Ende der 1970er-Jahre schlug er eine professionelle Karriere als Musiker ein und wurde vom Pianisten und Organisten Jools Holland (Squeeze) für dessen LP »Jools Holland and the millionaires« (1980) verpflichtet. Dieses Engagement markierte den Beginn einer überaus erfolgreichen Karriere als in Europa und den USA gleichermaßen gesuchter Studiomusiker.
Einem größeren Publikum wurde Palladino spätestens mit der Veröffentlichung der LP »No Parlez« (1983) von Paul Young und der aus diesem Album ausgekoppelten Single »Wherever I lay my hat (that’s my home)« bekannt. Seitdem arbeitete der Bassist mit zahlreichen Jazz-, Rock- und Popmusikern zusammen, darunter Richard Ashcroft, Erykah Badu, Jeff Beck, Eric Clapton, De La Soul, Melissa Etheridge, David Gilmour, Herbie Hancock, Don Henley, Paul Simon und Simon and Garfunkel. Er spielte in der Band Tears for Fears, im John Mayer Trio und ist seit dem Tode von John Entwistle Tourbassist von The Who. Ebenso gehörte er zu der All-Stars-Band, die zu den Feierlichkeiten anlässlich des Goldenen Krönungsjubiläums von Königin Elisabeth II. zusammengestellt wurde.
Der singende Klang seiner bundlosen Bassgitarre und die Melodiosität seiner Basslinien wurden für die 1980er-Jahre zu Palladinos Markenzeichen und haben damit wesentlich zur Popularisierung der Fretless Bass Guitar in der Rock- und Popmusik beigetragen. Später wechselte Palladino zur mit Bünden ausgestatteten Bassgitarre. Neben Precision-Bässen der Firma Fender verwendet er einen bundlosen Bass der amerikanischen Firma Music Man und setzt in diesem Zusammenhang immer wieder ein Chorusgerät und einen Oktavider ein. In der Regel stimmt Palladino seine Instrumente geringfügig tiefer (D oder Cis).