Timmy Thomas

Thomas, Timmy, amerikanischer R&B-Organist und Sänger, * Evansville (Indiana) 13.11.1944.

Biografie

Timmy Thomas hatte als Pianist mit Cannonball Adderley und Donald Byrd zusammengearbeitet, sich dann aber zunehmend auf Engagements als Studiomusiker konzentriert. 1972 hatte er mit seinem Song »Why can’t we live together?« unverhofften Erfolg in den USA und in Großbritannien. Er erreichte den dritten Platz der Hitparade in den USA und Platz 20 in Großbritannien. Für Thomas bleibe es allerdings bei diesem einen Charts-Erfolg, wenn er auch in der R&B-Hitparade der USA mit Songs wie »Gotta give a little love« im weiteren Verlauf der 1970er-Jahre noch dann und wann vertreten war.

Thomas legte in seinem Orgelspiel keinen Wert auf repräsentative Virtuosität, sondern orientierte sich stark an der effektvollen, aber nicht effektheischenden Spielweise etwa eines Booker T Jones. »Why can’t we live together?« lebte von seinem hypnotischen Orgelriff, das im Wesentlichen auf einem einzigen, mehrfach wiederholten hohen Ton verharrte und dem Song damit seine eingenartige Spannung gab. Jahre später, 1984, belegte der Erfolg, den die Sängerin Sade mit dem Song hatte, seine ungebrochene Wirkung. Auch in dem Film »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« (2003; Regie Francois Dupeyron) spielt »Why can’t we live together?« eine schillernde, wenn auch nur illustrierende Rolle.

Diskografie

Why can’t we live together? (1972)
You’re the song I always wanted to sing (1975)
The magician (1977)
Touch to touch (1978)
Live (1980)