Norah Jones

Jones, Norah, eigentlich Geethali Norah Jones Shankar, amerikanische Pop- und Country-Sängerin, Pianistin und Song-Schreiberin, * New York 30. 3. 1979; Tochter des indischen Sitar-Virtuosen Ravi Shankar.

Biografie

Norah Jones erhielt als Kind Klavierunterricht und entschloss sich nach ihrer Schulzeit, ihre musikalische Ausbildung an der Booker T. Washington High School for the Performing and Visual Arts in Dallas (Texas) und an der University of North Texas fortzusetzen. 1991 ging sie nach New York und schloss sich für einige Jahre Bands wie der Trip-Hop-Gruppe Wax Poetic und der Peter Malick Group an.

2002 legte Norah Jones ihr erstes eigenes Album vor. »Come away with me« erreichte innerhalb kürzester Zeit, nicht zuletzt aufgrund der ausgekoppelten Single »Don‘ t know why«, größere Popularität in den USA – im folgenden Jahr erhielt sie für ihre Musik nicht weniger als acht Grammys. Auch das zweite Album, »Feels like home«, 2004 veröffentlicht, wartete mit einer Mischung von Jazz, Folk und Country mit einer Betonung auf Elementen der Country Music auf. Country Music stand auch im Vordergrund ihrer Zusammenarbeit mit der 2003 gegründeten Band The Little Willies. 2007 kam ihre dritte CD, »Not too late«, in die Plattenläden. Im gleichen Jahr war sie in Wong Kar-wais Film »My Blueberry Nights« in einer Hauptrolle zu sehen.

Norah Jones war gleich nach Erscheinen ihrer ersten CD als Protagonistin eines zwar eingängigen und auch höchst erfolgreichen, aber auch etwas verschlafenen Pop-Jazz etikettiert worden. Tatsächlich trug sie ihre Songs mit sanfter, leiser Stimme vor, begleitete sich selbst auf dem Piano und auch die jeweils beteiligten anderen Musiker hielten sich zurück, um diese feine Gespinst aus schwebenden Tönen nicht etwa durch eigene Mutwilligkeit zu zerstören. Wenn auch Norah Jones mit der Intonation der Jazzsängerinnen vergangener Tage singt, so handelt es sich bei ihrer Musik keineswegs um Jazz, sondern um Country, durchsetzt mit Elementen aus Folk und Jazz. Schon auf »Come away with me« fand sich mit »Cold, cold heart« eine Komposition von Hank Williams. Mit Little Willies sang sie Songs von Willie Nelson, Townes Van Zandt und Kris Kristofferson. Auch die Musik der Alben »Feels like home« und »Not too late« weicht von diesen Vorgaben nicht ab, wenn sie auch zunehmend Eigenes sang und immer häufiger vom Piano zur Gitarre wechselte. Sie bestätigte mit ihrer Musik einen Trend in der amerikanischen Pop-Musik, der sich spätestens seit Mitte der 1990er-Jahre zunehmend bemerkbar macht: Die Rückbesinnung auf die eigene musikalische Tradition des Kontinentes.

Auszeichnungen

2003 Grammy in acht Kategorien
2005 Grammy in drei Kategorien

Diskografie

Come away with me (2002)
Feels like home (2004)
Not too late (2007)
The Fall (2009)
Little Broken Hearts (2012)

Mit The Little Willies

The Little Willies (2006)

Weblinks

http://www.norahjones.com (Offizielle Website der Sängerin Norah Jones)