Shania Twain

Twain, Shania, eigentlich Eilleen Regina Edwards, kanadische Country- und Popsängerin, * Windsor (Ontario) 28. 8. 1965; ihren Vornamen Shania – in der Sprache der Ojibwa-Indianer etwa »Auf meinem Weg« -, gab sich die Sängerin selbst, den Nachnamen übernahm sie von ihrem Stiefvater.

Biografie

Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, begann Shania Twain bereits als Kind in Bars aufzutreten, sang als Teenager in einer Cover-Band und trat gelegentlich auch im Fernsehen auf. Nach dem Unfalltod ihrer Eltern 1987 gab sie ihre musikalische Karriere zunächst auf und versorgte ihre vier jüngeren Geschwister.
Einige 1991 von ihr produzierte Aufnahmen weckten das Interesse des Musikmanagers Richard Frank, der ihr zu einem Plattenvertrag verhalf; zu dieser Zeit änderte die Sängerin ihren Geburtsnamen und nannte sich fortan Shania Twain. Ihr Debütalbum »Shania Twain« (1993) enthielt eine Sammlung von Country-Songs, an nur einem hatte sie als Co-Autorin mitgeschrieben. Die CD verkaufte sich nur mühsam, doch fiel der Gesang Twains dem amerikanischen Plattenproduzenten Mutt Lange auf, der sie in einigen ausgedehnten Telefongesprächen davon überzeugte, zukünftig ihre Platten zu produzieren und mit ihr gemeinsam Songs zu schreiben. 1993 trafen sich Twain und Lange in Nashville und begannen mit den Arbeiten an Twains zweitem Album.
Das Resultat, »The woman in me« (1995), war weitaus erfolgreicher als die erste Veröffentlichung der Sängerin und enthielt mit »Any man of mine« ihren ersten Nr.-1-Hit. Im Laufe der Jahre wurden von »The woman in me« mehr als 12 Millionen Exemplare verkauft und 1996 konnte Shania Twain einen Grammy für das Album entgegennehmen. Twain und Lange, inzwischen verheiratet, setzten ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und legten in relativ großen Zeitabständen weitere Alben vor. 2008 trennte sich Twain vonLange.
»Come on over« erschien 1997 und machte sie zu einer international wirksamen Größe; die Platte gilt mit mehr als 35 Millionen verkauften Exemplaren als die meistverkaufte CD einer Sängerin überhaupt. Mit »Up!« (2002) setzte Shania Twain ihre Erfolgsserie fort. Das Album wurde in drei verschiedenen Fassungen veröffentlicht, je eine für den amerikanischen Country- und Pop-Markt, eine weitere für den internationalen Musikmarkt. Die Rechnung der ungewöhnlichen Veröffentlichungspolitik Langes ging auf: Die us-amerikanischen Fassungen stiegen in die nationalen Hitparaden auf, in Europa und Australien gelang dies der internationalen Fassung. Zumal in Deutschland hatte die Sängerin mittlerweile eine feste Basis von Fans, die sich veranlasst sahen, alle drei Fassungen der CD zu besitzen.
Shania Twain ist es im Verein mit Mutt Lange – von dme sie sich 2008 trennte -, gelungen, den begrenzten Zirkel der Countrymusic zu verlassen und zu einer international erfolgreichen Pop-Sängerin und Song-Schreiberin zu werden. Dabei sind ihre Wurzeln in der Country durchaus noch auszumachen. In ihren Texten gibt sich die äußerst attraktive Twain unbekümmert, pragmatisch-nüchtern und von Äußerlichkeiten unbeeindruckt (»That don´t impress me much«), zeigt mitunter aber auch in der Tradition von Loretta Lynn oder Dolly Parton die vom Schicksal gelegentlich gebeutelte Frau, die sich nicht unterkriegen lässt (»The woman in me«, »She´s not just a pretty face«). Nicht zufällig sang sie 2003 gemeinsam mit Alison Kraus für ein Dolly Parton gewidmetes Tribute-Album deren Klassiker »Coat of many colors«.



Auszeichnungen

1996 Grammy in einer Kategorie
1999 Grammy in zwei Kategorien
2000 Grammy in drei Kategorien



Diskografie

Shania Twain (1993)
The woman in me (1995)
Come on over (1997)
The complete limelight sessions (2001)
Up! (2002)
Up! (2002; Country-Fassung)
Up! – Live in Chicago (2003)
Up! – Close and personal (2005)



Weblink

http://www.shaniatwain.com (Offizielle Website der kanadischen Sängerin Shania Twain)