Sheryl Crow

Crow, Sheryl Suzanne, amerikanische Rockmusikerin (Komposition, Text, Gesang, Gitarre), * Kennett (Missouri) 11.2.1962.

Biografie

Sheryl Crow, als drittes von vier Kindern musikbegeisterter Eltern geboren, begann als Kind Klavier zu spielen, absolvierte dann ein Musikstudium und arbeitete als Musiklehrerin. In ihrer Freizeit sang sie in verschiedenen Amateur-Rockbands. Das Engagement für einige Rundfunk-Werbejingles ließ sie Mitte der 1980er-Jahre den Entschluss fassen, professionell als Musikerin zu arbeiten und nach Los Angeles zu übersiedeln.
Ihre Hoffnungen erfüllten sich zunächst nicht, wieder sang sie nur in einer kleinen Band, der von dem Keyboard-Spieler Kevin Gilbert geleiteten Gruppe Toy Matinee. Doch nahm ihre musikalische Karriere Gestalt an, als Michael Jackson für seine »Bad«-Tournee Background-Sängerinnen suchte. Jackson-Manager Frank Dileo engagierte Sheryl Crow, gab ihr den Namen Shirley und drängte sie, ihr Aussehen zu verändern. 1989, nach dem Ende der »Bad«-Tour, bei der sie mit Michael Jackson dessen Song »Just Can’t Stop Loving You« gesungen hatte, stand sie dem Musikgeschäft zwar skeptischer denn je gegenüber, hatte aber an Reputation erheblich gewonnen. Nun auch bei den Großen des Geschäfts bekannt, wurde sie etwa von Don Henley und Rod Stewart für Background-Gesang engagiert. Eric Clapton und Wynona Judd fanden Gefallen an ihren Songs, und der erfolgreiche Produzent Hugh Padgham konnte ihr dann endlich einen Schallpalttenvertrag bei A & M verschaffen.
Das mit Padgham schnell geplante und nach kurzer Zeit vorliegende Debüt-Album wurde jedoch von ihrem Label abgelehnt und nie veröffentlicht. A & M gaben ihr eine zweite Chance und brachte sie mit dem Produzenten Bill Botrell zusammen. Die Aufnahmen verliefen zäh, bis Kevin Gilbert den Vorschlag machte, Sheryl Crow zu den Sessions seiner Feierabend-Band, dem Tuesday Night Music Club, einzuladen und an ihren Songs zu arbeiten. In der entspannten Atmosphäre der nächtlichen Aufnahmerunden konnte Sheryl Crow dann ihr Talent entfalten, die resultierende CD »Tuesday night music club« wurde nach Abschluss der Aufnahmen auch von der Plattenfirma akzeptiert.
Der Erfolg des 1993 veröffentlichten Albums blieb zunächst aus, bis der Song »All I wanna do« von den Rundfunksendern entdeckt wurde. A & M veröffentlichte die LP 1994 ein zweites Mal und stieß damit die Solokarriere der Sängerin an. Die Wiederveröffentlichung erwies sich als geschickter Schachzug, bei den Grammy-Verleihungen 1995 erhielt Sheryl Crow für ihren Erstling drei Grammys – im Jahr zuvor wäre sie mit derselben CD leer ausgegangen.
Die lässig gespielte Mischung von Blues, Country Music und Rock hatte Sheryl Crow zwar einen fulminanten Karrierebeginn eingebracht, die Konzentration der Musikindustrie und der Medien auf die Sängerin aber Kevin Gilbert verärgert. Auch Botrell beendete nach kurzer Zeit die erneute Zusammenarbeit mit Sheryl Crow.
Die zweite LP, schlicht »Sheryl Crow« betitelt, war dennoch fast so erfolgreich wie die Vorgängerin, brachte der Sängerin zwei Grammys ein und das Angebot, für den James-Bond-Film »Tomorrow never dies« (1997) den Titelsong zu verfassen. Auch die CD »The globe sessions« (1998) brachten ihr einen Grammy ein. Seitdem veröfentlicht sie Neues in recht großen Zeitabständen, doch pendelte sich ihre Karriere auf einem hohen Niveau ein
Sheryl Crow zählt weniger wegen ihrer Musik – im Zwischenbereich von Rock, Country und Pop handwerklich gut gemacht – als vielmehr wegen ihrer Texte und der atmosphärisch dichten Verbindung der Texte mit der Musik zu den Großen der amerikanischen Rockmusik. In ihren genau beobachteten Miniaturen blitzt auch immer wieder die ihr gegebene Ironie auf. Alltägliche Situationen kann sie so realistisch wiedergeben, dass Hörer die Songs der Sängerin immer wieder mit dem Leben der Sängerin in Übereinstimmung zu bringen versuchen.
Sheryl Crow war für kurze Zeit mit Eric Clapton liiert, später mit dem Schauspieler Owen Wilson. Von Ende 2003 bis 2006 war sie Lebensgefährtin des Radrennfahrer Lance Armstrong zusammen; eine angekündigte Heirat kam nicht zustande. 2007 adoptierte Sheryl Crow einen kleinen Jungen, mit dem sie auf einer Farm in der Nähe Nashvilles lebt.



Auszeichnungen

1995 Grammy in drei Kategorien
1997 Grammy in zwei Kategorien
2000 Grammy in einer Kategorie
2001 Grammy in einer Kategorie
2003 Grammy in einer Kategorie



Diskografie

Tuesday Night Music Club (1993; 1994 wiederveröffentlicht)
Sheryl Crow (1996)
The Globe Sessions (1998)
Sheryl Crow and Friends: Live from Central Park (1999)
C’mon C’mon (2002)
Wildflower (2005)
Detours (2008)



Weblink

http://www.sherylcrow.com (Offizielle Website der amerikanischen Sängerin Sheryl Crow)