Dancefloor Filler

Dancefloor Filler, zusammengesetzt aus englisch Dancefloor für »Tanzfläche« und Filler für »Füller«, ein Song beliebiger Herkunft – Rock, Soul, Schlager usw. – , der aufgrund seiner Ausgestaltung ein Publikum unmittelbar zum Tanzen animiert.

Ein Dancefloor Filler lässt sich nur in Grenzen planen, wohl aber sein Gegenteil, also ein Song, der in der Lage ist, eine eben noch bevölkerte Tanzfläche im Nu zu leeren. Vereinfacht kann gesagt werden, dass ein großer Teil von Soul-Stücken, allemal aber die meisten Funk-Stücke die Kriterien für einen Dancefloor Filler erfüllen.
Danefloor Filler müssen nicht unbedingt ein eher schnelles Tempo aufweisen, auf jeden Fall aber klare metrische Verhältnisse; in sofern unterscheiden sich Dancefloor Filler des 20 Jahrhunderts nicht von Menuetten und Polonaisen des 18. Jahrhunderts. Zu vorgerückter Stunde erfüllen auch Balladen die Voraussetzungen, Tänzer anzuregen, sich auf die Tanzfläche zu begeben.
Es sei nicht verschwiegen, dass sich hinter schnellen Dancefloor Fillers oft ein Cha Cha Cha, hinter langsamen oft eine Rumba verbergen, allemal also lateinamerikanische Musik. Für Punk und Metal Rock gelten andere Kriterien, ein Mosh Pit füllt sich aber auch nicht von allein.
Als Anhaltspunkte für Dancefloor Filler seien genannt: Schnelles »Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz« von Marius Müller Westernhagen (1978), für mittleres Tempo »Let’s Stick Together« (1976) von Bryan Ferry und für langsames »I Call Your Name« (1992) von Willy DeVille.