Akkord-Skalen-Theorie

Akkord-Skalen-Theorie, System der Jazz-Harmonik, das innerhalb des Jazz weite Verbreitung fand; das System wurde am Berklee College of Music in Boston entwickelt.

Grundlage des Lehrsystems sind Septakkorde, die durch Terzenschichtung mittels weiterer leitereigener Töne, aber auch deren Alterationen, zu siebenstufigen Akkorden erweitert werden. Die Töne dieses Akkordes bilden die Skala, die dem Musiker zur Improvisation über diesen Akkord dienen. Ein Musiker muss also lediglich die einer Komposition zugrunde liegenden Harmonien kennen, erzeugt daraus siebenstufige Akkorde und hat damit das gesamte Skalen-Material, das er für eine Improvisation über die jeweilige Harmoniefolge benötigt. Einfaches Beispiel: Ist die Harmonie C7 mitsamt Dominante G7 und Subdominante F7 vorgegeben – also die Harmonien einer Kadenz –, ergibt sich aus der Terzenschichtung bis zur 7. Stufe die C-Dur-Tonleiter. Natürlich sind bei der Improvisation bestimmte Regeln zu beachten, etwa, dass bei Harmoniewechsel möglichst der Grundton des Akkordes verwendet wird, auf den gewechselt wird.