Akkord

Akkord, nach lateinisch über französisch für »in Einklang bringen«, englisch: chord, Zusammenstellung von mindestens drei Tönen, die gleichzeitig erklingen. Im Gegensatz zu den Mehrklängen, die eine zur Tonalität neutrale Anhäufung von Tönen sein können, stellen Akkorde harmonisch-funktional bestimmte Strukturen dar, indem sie auf einem Bauprinzip beruhen, etwa auf Schichtung von Terzen, die dann auch Dur- oder Mollakkorde ergeben, und eine Funktion als Grundakkord, Subdominantakkord, Dominantakkord usw. erfüllen.

Akkorde werden in der notierten Rockmusik zumeist in Anlehnung an die auch im Jazz übliche Akkordsymbolschrift abgekürzt angegeben, doch sind in der Rockmusik meist einfachere Akkorde üblich als im Jazz. Die Schichtung von Terzen – auf der die Akkordbildung beruht –, führt dazu, dass Akkorde mit mehr als drei Tönen mehrdeutig sind. Auch die Größe der Terzintervalle spielt eine Rolle: Ein aus einer großen und einer kleinen Terz zusammengesetzter Akkord ist ein Dur-Akkord, ein aus einer kleinen und einer großen Terz zusammengesetzter Akkord ein Moll-Akkord. Diese beiden Akkorde sind konsonante Akkorde; dissonante Akkorde sind solche, die entweder aus zwei kleinen Terzen – verminderter Dreiklang – oder aus zwei großen Terzen – übermäßiger Dreiklang – bestehen.

Werden die Töne eines Akkordes nacheinander gespielt, gilt dies als Akkordbrechung. Alberti-Bässen beruhen auf Akkordbrechung und auch Arpeggien können aus gebrochenen Akkorden bestehen.