All-Star

All-Star, von englisch all für »alle« und Stars, Ensemble in Film, Sport und Musik, in dem nur besonders bekannte und beliebte Schauspieler, Sportler oder Musiker, also Stars, versammelt sind; der Begriff entstand vermutlich um 1930, als für einzelne Filmproduktionen mehrere Stars engagiert wurden. Der Begriff wird besonders häufig in Verbindungen wie All-Star-Cast oder All-Star-Band verwendet.

In der Musik wurde die Bezeichnung zunächst im Jazz benutzt, wenn die Solisten bekannter Big Bands sich in kleineren Gruppen zusammenfanden. So waren die von Benny Goodman oder Duke Ellington gebildeten Combos in der Regel auch All-Star-Bands, ohne den Begriff im Namen zu haben. Die Musikzeitschrift »Metronome« ermittelte seit 1939 jedes Jahr in einem Leser-Poll die »besten« Jazzmusiker, die dann zu einer All-Stars-Aufnahme versammelt wurden. Spätestens in den 1950er-Jahren erhielt der Begriff einen Nebensinn, als bekannte Jazzmusiker, die sich eher am Ende ihrer Karriere befanden, zu kleineren oder größeren Gruppen zusammenschlossen: Durch die Massierung bekannter Namen konnten diese All-Stars-Formationen immer noch das Interesse eines relativ großen Publikums auf sich ziehen.
Manche Formationen in Jazz und Rock übernehmen den Begriff All-Stars sogar in ihren Bandnamen, selbst wenn die Musiker eher weniger bekannter sind. Ringo Starr nannte seine aus wechselnden Musikern bestehenden Bands ironisch Ringo & His All Starr Band. Dabei ist der Begriff in der Rockmusik kaum üblich: Star-Ansammlungen machen aus einer Band gleich eine Super Group.



Diskografie

The Metronome All-Stars Nine: All-Star Strut 1939; mit Harry James, Jack Teagarden, Benny Goodman, Benny Carter, Eddie Miller, Jess Stacy, Charlie Christian, Bob Haggart und Gene Krupa)
Ringo & His All Starr Band: The Anthology… So Far (2001)