Americana

Americana, Ende der 1980er-Jahre aufgekommener und nach der Jahrtausendwende popularisierter Begriff, der eine spezifisch amerikanische Ausprägung der Kultur meint, gleichgültig welchen Bereichs. So können Werke der Literatur, der Bildenden Kunst und der Musik als Americana bezeichnet werden.

Bezogen auf die Musik zählen zu den Americana in einem weiteren Sinne die Werke etwa von Aaron Copland, George Gershwin und Samuel Barber. Blues und Jazz gehören ebenso dazu wie Folk und Country Music, sofern sie in den USA entstanden sind. Häufig werden als Americana in engerem Sinn ausschließlich Songs bezeichnet, die auch im Text Bezug auf das Land nehmen oder die Lebensumstände der Amerikaner beschreiben.

Die Musik ist daher eher konservativ und nicht selten werden auch untergegangene Ausprägungen amerikanischer Musik wieder belebt, wie etwa die Veröffentlichungen der Formation Beat Circus zeigen. Ansonsten werden beispielsweise die instrumentalen Entwicklungen der letzten 50 Jahre nahezu völlig ignoriert und neben diversen traditionellen Instrumenten lediglich elektrische Gitarre und Bassgitarre sowie die Hammond-Orgel eingesetzt; Synthesizer hingegen werden nicht benutzt. Zu etablierter Country Music, erst Recht zum Country Pop wird Abstand gehalten. Andererseits aber wird von einigen Musikern, darunter beispielsweise Natalie Merchant, früher Sängerin der 10,000 Maniacs, geradezu Quellenforschung betrieben und werden Folk- und Country-Songs wie auch Gewerkschaftslieder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederbelebt.