Blast Beat

Blast Beat, auch Blastbeat, von englisch blast für »Druckwelle, Explosion« und beat für »Schlag«, Schlagzeug-Spieltechnik, die in bestimmten Spielarten des Heavy Metal wie Death Metal, Thrash Metal und Speed Metal obligat, gelegentlich aber auch in anderen eingesetzt wird.

Das Pattern besteht aus einer auf der Snare Drum ausgeführten Sechzehntel-Folge, die mit einer Achtel-Folge der Bass Drum – meist in Doublebass-Technik – und einer auf Hi-Hat oder Ride-Becken ausgeführten Achtel Figur kombiniert wird. Das Tempo ist mit etwa 180 BPM recht hoch, wird in einzelnen Fällen aber auf über 220 BPM gesteigert. Ein Blast Beat erfordert wegen des hohen Grundtempos eine bestimmte Spieltechnik auf der Snare Drum: Manche Schlagzeuger nutzen den Rebound des Felles aus, um die schnelle Folge erzeugen zu können, andere schlagen im Wechsel mit der Spitze des Stockes auf das Fell und mit dem Schaft des Stockes auf den Spannreifen, spielen also einen Rimshot.

Blast Beats gehören etwa seit Anfang der 1980er-Jahre zum Pattern-Repertoire des Heavy Metalls, wenn auch nicht unbedingt unter diesem Namen. Die Technik selbst – auch in langsamerem Tempo – wurde von Jazz-Schlagzeugern vereinzelt bereits in den 1950er-Jahren vorgeführt; Tony Williams beispielsweise setzte sie in den 1960er- und 1970er-Jahren hin und wieder ein. Ihre Herkunft ist nicht eindeutig zu klären, wenn auch die Mitglieder der Band Napalm Death die Prägung des Begriffs für sich reklamieren. Eric Castro, Schlagzeuger der britischen Metal-Band Majesty, nannte sich bereits Mitte der 1980er-Jahre Dr. Blastbeat. Aus der Vielzahl der Schlagzeuger, die Blast Beats einsetzen, seien Charlie Benante (Anthrax), Mick Harris (Napalm Death), Igor Cavalera (Sepultura) und Joey Jordison (Slipknot) genannt.

Diskografie

Slipknot: Iowa (2001)