Boogaloo

Boogaloo, lateinamerikanische und afroamerikanische Musik, die mit einem nicht festgelegtem Tanz eine Einheit bildete; der Boogaloo kam in den späten 1960er-Jahren unter kubanischen und puertorikanischen Jugendlichen in New York auf, in deren Slang das Wort Boogaloo ein Ausdruck höchster Wertschätzung war.

Die Musik bestand aus einer Mischung von Rock und Soul einerseits, Mambo und Son Montuno andererseits. Einem breiteren Publikum bekannt wurde Boogaloo durch American Bandstand, eine der ersten Fernseh-Musiksendungen der USA. In New York und einigen anderen Teilen der USA war der Boogaloo als Tanz- und Musikstil sehr populär, blieb in Europa aber nahezu unbekannt. Spätestens Anfang der 1970er-Jahre wurde der Booglaoo vom Salsa abgelöst, blieb er dagegen in Südamerika.

Bekannte Musiker, deren Musik für den Boogaloo genutzt wurde, waren etwa Pete Rodriguez, José Calderon, Ricardo Ray und Johnny Colón. Das Joe Cuba Sextet hatte mit »Bang Bang« (1967) den größten Hit des Genres. Daneben gehörte Boogaloo zeitweise auch zum Repertoire der traditionellen Latin-Orchester, etwa dem von Tito Puente. Nicht zu verwechseln mit Boogaloo ist Electric Boogaloo (Electric Boogie).