Cluster

Cluster, englisch Traube, gleichzeitiges Erklingen aller Töne innerhalb eines Intervalls, etwa wenn nebeneinander liegende große und bzw. oder kleine Sekunden innerhalb eines größeren Intervalls gleichzeitig zum Erklingen gebracht werden.

Der auf den amerikanischen Komponisten Henry Cowell (* 1897, † 1965) zurückgehende Name bezeichnet eine Klangmasse, die keine harmonische Funktion erfüllt, vielmehr wie ein selbständiger klanglicher Farbwert in einer Komposition auftritt. In der Notation werden zumeist nur Grenztöne angegeben, zwischen denen der Cluster entstehen soll, ferner der Umstand, ob auf der Tastatur nur weiße, nur schwarze oder beide Arten von Tasten gedrückt werden sollen. In der Rockmusik sind Clusters beinahe allgegenwärtig, vor allem in der elektronischen Stilrichtung (z. b. Tangerine Dream) macht man von ihnen ausgiebig Gebrauch.

Als Effekt kann man sie aber auch etwa in den Klaviersoli von Jerry Lee Lewis hören, und für das Spiel der Hammond-Orgel sind sie gängiges Stilmittel, dann auch als Cluster-Glissando über die Breite des Manuals ausgeführt.

Literatur

Kagel, Maurice: Ton-Cluster, Anschläge, Übergänge (in: die reihe V, Wien 1959)