Dancefloor

Dancefloor, zusammengesetzt aus englisch dance für »tanzen« und floor für »Boden«, in eigentlichem Sinne also Tanzboden, in übertragenem Sinn aber die Bezeichnung für Musik, nach der in Klubs und Diskotheken getanzt wird; Tanzmusik, die etwa für Turniertänze benötigt wird, zählt nicht zum Dancefloor.

Jazz und Rock erfüllten ursprünglich auch und vor allem die Funktion von Tanzmusik. Nach dem Swing, explizit eine Tanzmusik, war aber schon der Bebop nicht mehr Tanzmusik. Diese Funktion wurde Ende der 1940er-, Anfang der 1950er-Jahre zunächst vom Rhythm ’n’ Blues, dann zunehmend vom Rock ’n’ Roll übernommen. Im Laufe der 1960er-Jahre verlor auch die Rockmusik diese Funktion, die schon seit Anfang der 1960er-Jahre vom Soul ausgefüllt wurde. Endgültig spaltete sich die Disco-Musik als Tanzmusik vom Rock ab. Seitdem gibt es neben Rock und Pop, neben der etablierten Tanzmusik (Rumba, Walzer usw.) eine Musik, die ausschließlich für den Gebrauch als Tanzmusik produziert und als Dancefloor bezeichnet wird, dies auch in der Terminologie der Tonträgerindustrie. Dancefloor ist damit, unabhängig von der Zeit, der Oberbegriff für Tanzmusik, zu der in jüngerer Zeit etwa House, Techno, Hiphop, Dancehall-Reggae und andere zählen.