Deutsches Musikarchiv

Deutsches Musikarchiv, Abkürzung: DMA, nationale Sammlung von Tonträgern und Noten in Leipzig, 1970 aus der Deutschen Musikphonothek, die von 1961 bis 1969 bestand, hervorgegangen; das DMA war Teil der Deutschen Bibliothek, ist nunmehr aber Teil der Deutschen Nationalbibliothek.

Das Deutsche Musikarchiv sammelt alle in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlichten Tonträger und Musikalien, also vornehmlich Noten. Sämtliche in Deutschland ansässigen Verlage und Hersteller von Tonträgern müssen je zwei Exemplare ihrer jeweiligen Produkte als Pflichtexemplare an das Archiv abgeben. Ein Exemplar verbleibt in Leipzig, das zweite geht an die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt, die seit 1993 ebenfalls Musikalien und Tonträger sammelt. Seit 2000 sammelt das DMA auch die an die GEMA abgegebenen Noten; die bis 2000 an die GEMA gegebenen 210 000 Noten wurden dem DMA übereignet.
Das DMA sammelt außerdem Historische Abspielgeräte. Die restaurierten und betriebsfähigen Geräte werden in einer Dauerausstellung im Gebäude des Archivs gezeigt. Das Deutsche Musikarchiv beherbergt außerdem diverse Sammlungen und Nachlässe, etwa den des Schriftstellers Thomas Mann (132 Schellackplatten) und den der Sängerin Lale Andersen. Eine Sammlung historische Tonträger umfasst 200 000 Schellackplatten aus der Zeit zwischen 1896 bis 1958. Eine Sondersammlung ist der Musikgeschichte der DDR gewidmet; sie umfasst eine Werkkartei zu etwa 36 000 Musikalien und 10 00 Tonträger.



Weblink

http://www.dnb.de (Offizielle Website der Deutschen Nationalbibliothek und des Deutschen Musikarchivs)