Diatonik

Diatonik, von altgriechisch diatonos für »durch die Töne [gehend]« Wechsel von Ganz- und Halbtonstufen innerhalb einer Oktave auf der Grundlage der heptatonischen, also aus sieben Tönen bestehenden Leiter des abendländischen Tonsystems

Die heptatonische Leiter basiert auf fünf Ganzton- und zwei Halbtonstufen im Abstand von zwei oder drei Ganztönen. Die Töne werden mit den Buchstaben des Alphabetes benannt, als A B C D E F G; im deutschsprachigen Raum wird statt B der Buchstabe H verwendet. Diese Leiter mit ihrem spezifischen Wechsel von Ganz- und Halbtönen wird Diatonik genannt. Beginnt man mit dem Buchstaben C, so ergibt sich die C-Dur-Tonleiter C D E F G A H (C); die Halbtonschritte sind zwischen E und F sowie zwischen H und C; diese Abfolge kann man auf jeden Ausgangston übertragen und erhält immer eine Dur-Tonleiter. Auf dem Klavier entsprechen die weißen Tasten einer diatonischen Leiter, der C-Dur-Tonleiter.

Es gibt einige Instrument, die ebenfalls nur den Tonvorrat der Diatonik zur Verfügung stellen. Das einfachste Beispiel bildet das in der Musikpädagogik oft verwendete diatonische Glockenspiel. Auch Mundharmonikas können lediglich diatonisch sein, es muss also für jede Tonart ein besonderes Instrument benutzt werden. Oft sind einfach Instrumente der Volksmusik, beispielsweise Pennywhistle oder Harfen diatonische Instrumente.

Werden die fünf Ganztöne einer diatonischen Leiter in Halbtöne geteilt, so erhält man die zwölftönige Chromatik, dem entsprechen die weißen und die schwarzen Tasten einer Oktave auf dem Klavier.