Direct Metal Mastering

Direct Metal Mastering, Abkürzung DMM, Warenzeichen der damaligen Schallplattenfirma Teldec für eine 1981 eingeführte Technik der Schallplattenherstellung; die Rechte an dem Warenzeichen und dem zugrunde liegenden Patent liegen seit 1988 bei der DMM Master Technik GmbH in Berlin.

Mit dem DMM-Verfahren werden mehrere Schritte in der damals üblichen Herstellung von Schallplatten überflüssig: Die Schallrille wurde vor Einführung der Technik von dem Schneidstichel der Tonübertragungsanlage in eine mit einer dünnen Lackschicht versehenen Aluminiumplatte geschnitten; von dieser Platte wurden dann in einem aufwändigen mehrteiligen Verfahren die eigentlichen Presswerkzeuge hergestellt. Beim DMM-Verfahrenen dagegen wird die Schallrille direkt in eine Kupferplatte geschnitten, von der die Mutter für die Presswerkzeuge ohne weitere Arbeitsgänge hergestellt werden kann. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt neben dem Zeitgewinn vor allem in einer geringeren Fehleranfälligkeit und damit in einer höheren Klangqualität und größeren Freiheit von Störgeräuschen. Zwar konnte das Direct Metal Mastering den Siegeszug der nahezu zur gleichen Zeit eingeführten Compact Disc nicht aufhalten, doch setzte sich das DMM-Verfahren für die Herstellung konventioneller Vinyl-Schallplatten schnell durch. Seit 1986 wird das Verfahren in modifizierter Form auch für die Herstellung der Matritzen für CDs angewendet, wodurch die Herstellung eines Glasmasters umgangen wird.