Discjockey

Discjockey, Abkürzung DJ, auch Deejay, weibliche Form DJane, Moderator, mitunter auch Programmgestalter beim Rundfunk oder in Diskotheken

Discjockeys wurden seit den 1950er-Jahren Rundfunksprecher genannt, die zwischen dem Abspielen von Single-Schallplatten verbindende Worte sprachen. In den meisten Fällen hatten diese Discjockeys auch redaktionelle Aufgaben zu übernehmen, bestimmten also, welche Platten gesendet wurden, und waren deshalb nicht selten Objekt der Public-Relation-Abteilungen von Schallplattenfirmen bis hin zur Bestechung. Tatsächlich hatten Rundfunk-Discjockeys die Möglichkeit, einen bestimmten Song – und damit eine Schallplatte – in besonderer Weise herauszustellen. Die ästhetischen Kriterien der Discjockeys blieben dabei undurchsichtig. Manche Discjockeys – wie etwa der Brite John Peel – wurden zur Instanz, der auch andere Journalisten folgten.
Auch Diskotheken bieten seit den 1960er-Jahren eine Forum für Discjockeys. Bestand die Aufgabe von DJs zunächst tatsächlich lediglich darin, gerade aktuelle Platten aufzulegen, so erhielten Discjockeys spätestens in den 1980er-Jahren auch einen künstlerischen Stellenwert, als sie begannen, in die ablaufende Musik aktiv einzugreifen, verschiedene Songs zu mischen und besondere Techniken wie Scratching zu entwickeln. Musikstile wie Rap, Hiphop, Housemusic und Techno sind typische Ausprägungen von Musik, die von Discjockeys erfunden und entwickelt wurden.