Dreampop

Stichworte Sigur Rós | The Legendary Pink Dots | Mercury Rev



Dreampop, englisch für »Traum-Pop«, Spielart der Rockmusik, die sich die Musik etwa von The Cocteau Twins zum Vorbild nahm und sich im Laufe der 1980er-Jahre vornehmlich in Großbritannien zu einem eigenen kleinen Stilbereich entwickelte.

Der Begriff fand zunächst vor allem in den USA Verwendung, obwohl die Musik selbst vornehmlich aus Großbritannien und einigen anderen europäischen Ländern kam. Die in der Grundstimmung melancholische Musik von Musikern und Bands wie A. R. Kane, Astral, The Boo Radleys, The Blue Nile, Mercury Rev, Curve, The Dandy Warhols, Dead Can Dance, The Flaming Lips, The Legendary Pink Dots, Lisa Germano, Kitchens of Distinction, Saint Etienne, Sigur Rós und This Mortal Coil basieren auf der Verwendung elektronischer Klangerzeuger und Hallgeräte. Der Gesang wird durch die Verwendung von sinnlosen Silben als Klangfarbe instrumental eingefügt und besteht häufig lediglich aus langegezogenen Vokalisen.
Einige dieser Bands und Interpreten stehen mit ihrer Musik dem ↑Progressive Rock nahe. Umgekehrt hat auch etwa Jon Anderson, Sänger von Yes, auf der Doppel-LP »Tales from Topographic Oceans« (1974) die Worte seiner Texte nach ihrem Klang und Zusammenklang ausgewählt, so dass Texte zustande kamen, deren Sinn mindestens unklar ist.