Electric Boogie

Electric Boogie, auch Electric Boogalo, von englisch electric für »elektrisch« und boogie, amerikanischer Straßen-Tanzstil; der Begriff geht angeblich auf Konzertauftritte der Band The Electric Boogaloos zurück, die gegen Ende der 1970er-Jahre dabei einige der Tanzbewegungen vorführte.

Bogaloo ist im Slang der in den Großstädten der USA lebenden Jugendlichen mit lateinamerikanischer Herkunft ein Ausdruck höchster Wertschätzung. In diesem Umfeld wurde der Electric Boogie etwa seit Beginn der 1980er-Jahre auf der Straße und öffentlichen Plätzen zu Funk-Musik getanzt. Die Bewegungen, so genannte Moves, scheinen dem Außenstehenden kaum der Musik zu entsprechen und wirken in ihrer Mechanik wie Tänze von Robotern, pantomimisches Schrauben an nicht vorhandenen Maschinen und blindes Ertasten gläserner Labyrinthe.
Schon wenig später war der Electric Boogie als Teil der großstädtischen Straßenkultur auch in Europa bekannt geworden: Beim Jazzfest in Berlin waren 1983 Auftritte von Mitglieder der New Yorker Crash Crew Teil des Programms. Zu dieser Zeit wurde der Electric Boogie aber auch schon auf den Straßen europäischer Städte getanzt. Als explizit eigener Tanzstil verlor der Electric Boogie aber schon vor Mitte des Jahrzehnts an Bedeutung.