Electrical Transcription

Electrical Transcription, von englisch electrical für »elektrisch« und transcription für »Abschrift, Niederschrift«, Abkürzung ET, Begriff aus der amerikanischen Rundfunktechnik und -geschichte; bezeichnet werden damit vorproduzierte Programme und Programmteile, die auf verschiedenen Trägern den Rundfunksendern von speziellen Produktionsfirmen geliefert wurden.

Zunächst wurden für diese Tonträger einfache Aluminiumplatten benutzt, die im Direktschnitt-Verfahren bespielt wurden. Etwa ab Mitte der 1930-Jahre kamen auch andere Materialien, so etwa Stahl, Karton oder auch Glas zum Einsatz. Die Platten hatten einen Durchmesser von 40 Zentimetern und wurden mit einer Geschwindigkeit von 33 1/3 Umdrehungen je Minute abgespielt; diese Geschwindigkeit wurde später für die LP übernommen. Die stets nur einseitig bespielten Platten hatten eine Laufzeit von etwa 15 Minuten. Es gab zwar auch Electrical Transcriptions mit anderen Abmessungen, doch waren diese weit weniger gebräuchlich.
Electrical Transcriptions sind von hohem historischen Wert, nicht nur für die Technikgeschichte. Sie geben Aufschluss über Rundfunk-Programme und – Programmgestaltung vor der Einführung des Tonbandgerätes und stellen damit die einzigen Zeugnisse einer vergangenen Epoche des Rundfunks dar. Aus diesem Grund auch sind Electrical Transcriptions gesuchte Sammlerstücke.



Website

http://www.digitaldeliftp.com/FTPSite/ftp_transcriptions.html (Website mit ausführlichen Informationen zur Herstellung von Electrical Transcriptions)