Fakebook

Fakebook, von englisch to fake für »vortäuschen, fälschen« und book für »Buch«, im eigentlichen Sinn eine handschriftliche Sammlung von Jazzstandards, die ohne Rücksichtnahme auf Autorisierung und Urheberrechte zusammengestellt wurde.

Es handelt sich bei Fakebooks, von denen es eine ganze Reihe unterschiedlicher Art gibt, um Sammlungen von Leadsheets, in der Regle also auf einem Bogen Papier notierte Melodien mit den zugrunde liegenden Harmonien; die Stimmen sind in C geschrieben, es gibt keine Spielanweisungen und erst recht keine Arrangements.
Unter Jazzmusikern war das ursprüngliche Fakebook in zahllosen Kopien sehr verbreitet. Es enthielt etwa 400 Kompositionen aus den 1950er- und 1960er-Jahren, aber auch einige ältere. Dieses Fakebook stellte so etwa wie einen Kanon dar, den ein Jazzmusiker zumindest kennen sollte. Seit den 1970er-Jahrne haben verschiedene Verlage nach eigenen Gesichtspunkten zusammengestellte Fakebooks veröffentlicht.
In de Rock- und Popmusik sind Fakebooks dieser Art nicht üblich, wenn es auch ähnliche Sammlungen mit gängigen Songs diverser Bands gibt. Dagegen gibt es nicht wenige Rockmusiker, die Songs anderer Musiker und Bands transkribieren – meist in Form von Text mit darunter geschriebenen Akkorden – und zu eigenen Büchern zusammenstellen.