Frequenz

Frequenz (Häufigkeit), f bzw. cps (= circles per second) ist der volle Zyklus (cycle) einer Schwingung je Sekunde. Je größer die Frequenz (Schwingungszahl), desto höher der Ton.

Die Frequenz wird in der Maßeinheit Hertz (Hz) angegeben, benannt nach dem Physiker Heinrich Hertz (* 1857, † 1894); 1000 Hz sind ein Kilohertz (kHz), 1000 kHz ein Megahertz (MHz). Der Hörbereich des Menschen reicht von etwa 20 Hz bis 20 kHz, also 20 000 Hertz, doch sinkt diese obere Grenze mit dem Lebensalter. Für das Hören von Musik ist das eher unerheblich, da hierfür vor allem die Frequenz der Grundtöne bestimmend ist, die sich durchweg in weit tieferen Regionen des Frequenzbandes befinden. Höhere Töne erzeugen Musikinstrumente vor allem als Obertöne, die ihrerseits zwar klangbestimmend sind, aber auf psychoakustischer Basis – also quasi aus dem Gedächtnis – ergänzt werden. Auch ein alter Mensch ist daher bei einiger musikalischer Erfahrung leicht imstande, eine Klarinette etwa von einer Oboe allein am Klang zu unterscheiden.

Bedeutsam für den Musikhörer ist, dass eine Verdoppelung der Frequenz immer die nächst höhere Oktave darstellt: Der Abstand von 20 zu 40 Hz ist ebenso eine Oktave wie der Abstand zwischen 10 000 und 20 000 Herz. Der Stimmton oder Kammerton a1 (eingestrichenes a) wurde auf 440 Hz festgelegt. In der Praxis wird der Stimmton allerdings gelegentlich auf einer anderen Frequenz festgelegt, bei alter Musik (Renaissance, Barock) tiefer, bei Musik des 19. Jahrhunderts mitunter etwas höher, dies, um einen brillanteren Klang zu erreichen.

Aussagen etwa über den höchsten Ton, den diese oder jene Sängerin erreicht (»…schafft mühelos das hohe ….«) ist ohne Angabe der Frequenz des bei der Aufnahme festgelegten Stimmtones wertlos: Liegt der Stimmton tiefer, beispielsweise bei 430 Hz, so liegt auch das hohe … tiefer und ist damit für die Sängerin leichter zu erreichen; nur wenige Schwingungen je Sekunde mehr oder weniger bedeuten für einen Sänger größte Anstrengung oder aber Routine.