Gigbag

Gigbag, zusammengesetzt aus Gig für »Auftritt« und englisch bag für »Tasche«, von der Musikinstrumentenindustrie gebildetes Kunstwort, flexible Transporttasche vornehmlich für Zupfinstrumente wie akustische Gitarren, elektrische Gitarren und elektrische Bassgitarren;Vorläufer des Gigbags waren einfache Stofftschen, oft aus braunem Tuch.

Für Gitarren und Bassgitarren gefertigte einfache Gigbags bestehen zumeist aus einem schwarzem Kunststoffgewebe (Polyester, Nylon); das jeweilige Instrument wird durch eine mitunter mehrere Zentimeter starke Polsterung geschützt. Die Form des Gigbags ähnelt in der Regel der des zu transportierenden Instrumentes. Aufwändigere Gigbags können auch aus Leder oder einem dem Leder ähnlichen Material bestehen, auch sind sie mitunter in verschiedenen Farben lieferbar. Zum Tragen ist ein Gigbag stets mit einem Handgriff ausgestattet, die meisten darüber hinaus mit einer Rucksack-Garnitur, so dass das Instrument in dem Gigbag auch auf dem Rücken getragen werden kann. Auf dem Gigbag selbst sind oft eine oder mehrere zusätzliche Taschen aufgenäht, in der Regel ebenfalls gepolstert. Bereiche des Gigbags, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind – bei Gitarren etwa im Kopfbereich des Instrumentes – sind oft mit aufgesetzten Verstärkungen aus Kunststoff versehen.
Um den Gigbag öffnen und das Instrument komfortabel einlegen zu können, ist er mit einem langen Reissverschluss ausgestattet, der es erlaubt, den Gigbag in ganzer Länge zu öffnen, indem der wie ein Buch aufgeklappt wird. Ist das Instrument in den Gigbag eingelegt, so kann es bei vielen Gigbags mit einem im Inneren der Tasche festgenähten Gurt mittels eines Klettverschlusses beispielsweise am Hals befestigt werden.
Gigbags gibt es für nahezu jede Art von Instrument, angefangen bei sämtlichen Blasinstrumenten bis hin zum Kontrabass. Auch für kleine Geräte der Musikelektronik und Keyboards werden Gigbags angeboten.Besitzer besonders hochwertiger oder mechanisch sehr empfindlicher Instrumente verwenden in der Regel Koffer statt Gigbags.
Die früher für Gitarren üblicherweise verwendeten Taschen aus relativ dünnem, ungepolstertem Stoff haben den gravierenden Nachteil, dass nur eine eher kleine Öffnung hatten, in die das Instrument quasi »kopfüber«, mit dem Hals voran eingesteckt werden musste; die Öffnung wurde nach Einlegen des Instrumentes mit einem Kordelzug, anschließend mittels einer mit einem Druckknopf versehenen Klappe verschlossen.