groovy

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groovy, etwa seit Mitte der 1960er-Jahre zunächst von Rockmusikern, dann von Rockhörern verwendetes Wort, dessen Wortsinn am besten mit »gut aufgelegt« oder »fröhlich« wiedergegeben werden kann.

Der Begriff wurde von der Gruppe The Mindbenders geprägt, die das Wort 1965 im Titel ihres Songs »Groovy kind of love« verwendeten. Einem größeren Publikum wurde das Wort aber erst später bekannt, als die amerikanische Rockband Harper’s Bizarre es in dem Song »Feelin‘ Groovy« benutzten. Umgehende griffen Rockjournalisten das schillernde Wort auf und sorgten in gleichem Maße für seine Verbreitung wie seine Sinnentleerung.
In den 1970er- und 1980er-Jahren war der Begriff nicht nur unzeitgemäß, sondern wirkte geradezu komisch. Doch entriss ihn etwa die Band The Pixies mit ihrem Song »Girlie so groovie« (»Doolittle«, 1989) der Vergessenheit, und später, im Zusammenhang mit der Rave-Tanzbewegung, war er sogar auf dem Cover der ersten LP der Gruppe The Farm, »Spartacus«, zu lesen: »100 % groovy«. Mit dem Begriff Groove hat das Wort indes außer ein paar Buchstaben nichts gemein.