Hidden Track

Hidden Track, englisch verborgen, seltener auch Ghosttrack, zusätzlicher Track auf einem Tonträger, der aber im Gegensatz zum Bonustrack nicht auf dem Cover vermerkt ist; meistens werden die Hidden Tracks am Ende der regulären Folge von Tracks untergebracht, mitunter, vor allem auf CD, von einer mehr oder weniger langen Pause von diesen abgetrennt.

Hidden Tracks auf LP waren häufig nur zu hören, wenn der eingesetzte Plattenspieler nicht über eine automatische Endabschaltung verfügte, sondern der Tonarm in der Auslaufrille verblieb; ein Beispiel dieser Art – möglicherweise das erste eines Hidden Tracks – bietet die LP »Sgt. Pepper’ s Lonely Hearts Club Band« der Beatles. Manchmal sind Hidden Tracks auch vor der eigentlichen Abfolge eingebaut, oder aber zwischen zwei Songs. CD-Player machen es möglich, derartige Tracks nur mit gewissen Tricks wie »Rückspulen« anzuwählen. Ein seltener Fall von zwei, zeitlich weit auseinanderliegenden Hidden Tracks findet sich auf der CD »N.B.« (2007) von Natasha Bedingfield.

Das Motiv für den Einsatz eines Hidden Tracks ist ambivalent: Meistens dürfte lediglich der Spaß seitens der Musiker am Funktionieren dieser Technik und am Überraschungseffekt für die Zuhörer liegen. Manchmal werden auch Songs, etwa Cover Versions, als Hidden Track eingesetzt, die stilistisch weit ab von der jeweiligen Gruppe liegen. Und schließlich handelt es sich häufig gar nicht um regelrechte Songs, sondern um Geräusche und Geräuschfetzen. Der Fall, dass es einen Hidden Track irrtümlich auf eine CD verschlug, ist denkbar, aber wohl kaum verifizierbar.

Diskografie

Cerys Matthews: Never Said Goodbye (2006)

Weblink

hiddensongs.com/ (Website mit Hinweisen zu diversen Hidden Tracks)