High Energy

High Energy, auch Hi-NRG oder Hi-Energy, englisch high für »hoch« und energy für »Energie«, Anfang der 1980er-Jahre aufgekommene Tanzmusik

Gegen Ende der 1970er-Jahre entwickelte sich aus High Energy aus der Disco-Musik. Donna Summer hatte 1977 die Single »I Feel Love« veröffentlicht. Abweichend von der bis dahin dominierenden Disco-Musik war das Tempo dieses Songs um Einiges schneller, vor allem aber war er beinahe ausschließlich mit Hilfe elektronischer Tonerzeuger produziert worden. Unablässig in Sechzehnteln tuckernden Pattern wie in »I Fell Love« wurden zum zentralen Stilmittel des neuen Dance-Stils, der spätestens mit der 1984 von Evelyn Thomas »High Energy« auch seinen Namen erhielt. Die britischen Musikmagazine griffen die Bezeichnung auf und verhalfen ihr zur Popularität. Das britische Produzententeam Stock Aitken Waterman (SAW) standardisierte den auf den Klängen von Synthesizern und Rhythmusmaschinen beruhenden Tanzstil, so dass mit diesen Stilmitteln mitunter auch Hits aus dem Pop-Mainstream in Disco-Titel umgemünzt wurden. Zu den Musikern und Gruppen, die sich zumindest zeitweilig oder mit einzelnen Aufnahmen diesem Stil widmeten, gehören Jimmy Somerville, Kim Wilde, Bronski Beat, Dead or Alive und RuPaul.
Gegen Ende der 1980er-Jahre verlor High Energy an Beliebtheit, nicht aber die Produktionsmethoden, die wenig später wesentlich für Techno und verwandte Spielarten der Dance Music wurden. High Energy hatte auch technische Folgen: Die ursprünglich unter Einsatz von Sequencern produzierten Synthesizer-Pattern führten später zur Konstruktion von Arpeggiatoren.