Indie-Pop

Indie-Pop, zusammengesetzt aus englisch independent für »unabhängig« und Pop, synonym auch Indie-Rock, Rock- und Popmusik, die kleine Schallplattenlabels und -vertriebe unabhängig von den großen Tonträgerfirmen herstellen bzw. vermarkten.

Indie-Pop gilt als besonders kreativ, weil die Produzenten dieser Musik nicht nach den Vorgaben des Marktes vorgehen, sondern nach eigenen Maßstäben. Derartigen, meist sehr kleinen Firmen ist es in der Geschichte der Rockmusik immer wieder gelungen, neue Trends zu finden und zu popularisieren, nicht selten um den Preis, von einer großen Plattenfirma, einem so genannten Major, aufgekauft zu werden.
Der Begriff selbst, oft ohne Unterscheidung auch synonym zu Indie-Rock gebraucht, sagt allerdings längst nicht mehr aus, dass es sich tatsächlich um eine unabhängig von den Großen produzierende Firma handelt. Vielmehr tasten die großen Firmen den Nimbus eines gerade aufgekauften Independent-Labels nicht an, um die Hörerschaft, die der Großindustrie meist mindestens reserviert gegenüber steht, nicht zu verschrecken. So stammt die Mehrzahl der in den Indie-Pop-Abteilungen der CD-Läden stehenden CDs keineswegs von echten Independent-Labels.

Unabhängige Plattenlabels, oft nur regional agierend, gab es sowohl in den USA als auch in Europa schon immer, doch richtete sich das Augenmerk eines größeren Publikums erst in den 1970er- und 1980er-Jahren auf die Existenz dieser Labels, mit dem Aufkommen von Punk und New Wave; erst dann wurde auch der Begriff geläufig. Mittlerweile ist er nahezu vollständig von dem Begriff Alternative Rock abgelöst worden.

Was die Musik selbst angeht, so muss zwischen Indie-Pop und Mainstream Pop kein Unterschied bestehen.