Intervalle

Intervalle, Tonschritte oder Tonabstände.

Innerhalb des zwölfstufigen, gleichschwebend temperierten Tonsystems – wie es auch in der Rockmusik verwendet wird – ist es üblich, die Entfernungen zwischen zwei Tönen mit Namen zu bezeichnen, die der lateinisch geschriebenen Musiktheorie des Mittelalters und der Renaissance entstammen. Einen gleichbleibenden Grundton, etwa d, angenommen, bezeichnen die nachfolgend angeführten Tonbuchstaben zugleich ein bestimmtes Intervall im Verhältnis zu dem tiefer liegenden Grundton (gr. = groß, kl. = klein).

d – Gleichklang, Unisono, Prime
dis – übermäßige Prime
es – kl. Sekunde
e – gr. Sekunde
eis – übermäßige Sekunde
f – kl. Terz
fis – gr. Terz
g – reine Quarte
gis – übermäßige Quarte
as – verminderte Quinte
a – reine Quinte
ais – übermäßige Quinte
b – kl. Sexte
h – gr. Sexte
c1 – kl. Septime
cis1 – gr. Septime
d1 – reine Oktave
dis1 – übermäßige Oktave
es1 – kl. None
e1 – gr. None
f1 – kl. Dezime
fis1 – gr. Dezime
g1 – reine Undezime

Da die angeführten Töne höher liegen als der angenommene Grundton d, auf den sie bezogen sind, heißen die Intervalle entsprechend »obere Terz«, »Oberterz«, »höhere Terz« und ähnlich entsprechend. Im umgekehrten Fall spricht man von »untere Terz«, »Unterterz« usw.