Jitterbug

Jitterbug, von englisch to jitter für »zittern« und bug für »Käfer, Wanze«, Mitte der 1930er-Jahre in den USA entstandener Swing-Tanz; der Jitterbug kam unmittelbar nach Kriegsende nach Europa. Der Name geht möglicherweise auf die Swing-Nummer »Jitterbug«, 1934 von dem Bandleader Cab Calloway präsentiert, zurück. Eine Variante des Jitterbugs ist der Jive.

Swing-Tänze wie Hollywood-Style Swing, Lindy Hop und andere werden auf der Grundlage eines Vier-Viertel-Taktes – der als Acht-Achtel-Takt verstanden wird – nach »eight-count« oder »six-count« unterteilt, bei letzterer Variante wird der Takt ternär aufgefasst. Das Tempo bewegt sich zwischen etwa 80 bis über 200 BPM. Es gibt diverse Varianten des Swing-Tanzes, von denen auch der Jitterbug eine ist. Dieser ist einerseits die Grundlage des Boogie-Woogie-Tanzes, andererseits des Jive. Der Jive wurde 1968 zum Turniertanz und – sachlich nicht korrekt – in die Gruppe der lateinamerikanischen Turniertänze aufgenommen. Der Jive wiederum wird seit Anfang der 1950er-Jahre auch zu Rock ’n’ Roll getanzt. Die wenigen eher einfachen Grundschritte der Swing-Tänze können durch diverse Varianten bis hin zu akrobatischen Einlagen ergänzt und zu sehr komplizierten Schrittfolgen kombiniert werden.