Major

Major, englisch, soviel wie »Größerer«, Abkürzung für Major Company, Tonträgerfirmen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Größe den weltweiten Markt für Tonträger beherrschen.

Nach 1945 schritt die Konzentration in der Musikindustrie rasch voran, so dass es mittlerweile nur noch vier große Tonträgerkonzerne gibt, die über etwa 80 % des gesamten Weltmarkts dominieren. Dies sind die Warner Music Group, die Universal Music Group, Sony Music Entertainment und die EMI Group. Diese so genannten »Big Four« sind längst nicht mehr allein im Musikgeschäft tätig und ihrerseits selbst Teil von Medienkonzernen. 2005 hatte die Universal Music Group einen weltweiten Marktanteil von 31,71%, Sony BMG 25,61%, Warner Music Group 15% und die EMI Group 9,55%. Dagegen kommen alle so genannten Independents, also Tonträgerfirmen, die unabhängig von den Majors auf dem Musikmarkt ihren Erfolg suchen, auf einen Anteil von 18,13%.

Unter dem Dach der Major Companies versammelnd sich nicht nur diverse Labels und Sub-Labels, sondern auch Verlage, Werbefirmen, Studios, CD-Presswerke, kurz alle Einrichtungen, die für die Produktion und Verbreitung von Musik notwendig sind; in jüngerer Zeit suchten die Majors auch die engere Zusammenarbeit mit Konzertveranstaltern. Vor allem die für den Vertrieb von Tonträgerprodukten unabdingbare Struktur wird auch von manchen Independent-Firmen genutzt.

Literatur

Cable, Michael: The Pop Industry – Inside Out; London 1977
Chapple, Steve/Garofalo, Reebee: Rock ‘n’ Roll Is Here To Pay – The History and the Politics of the Music Industry; Chicago 1977
Garfield, Simon: Expensive Habists – The Dark Side of the Music Industry; London/Boston 1986