Makossa

Makossa, in den 1950er-Jahren in den Städten Kameruns entstandene Musik

Im Makossa verbinden sich Elemente von einheimischer Tanzmusik, Modern Jazz, lateinamerikanischer Musik und dem aus Ghana stammenden Highlife zu einem Ganzen, in dem einfache, aber aufgrund ihrer Konstruktion dominante Bassriffs eine herausragende Bedeutung haben. Im Gegensatz dazu steht in den Arrangements der Songs die Bläsersektion dem Gesang oder Sprechgesang gegenüber. Als typisch kann der Song »Soul Makossa« (1972) des Saxophonisten Manu Dibango (* 1933) gelten. Dibango ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des Makossa und popularisierte die Musik in den 1970er-Jahren zunächst in Frankreich, dann – im Zuge der Popularisierung der so genannten Weltmusik – in ganz Europa. Dibango blieb allerdings auch der einzige einem größeren Publikum überhaupt bekannte Vertreter des Makossa; weniger bekannt sind etwa Eboa Lotin und Misse Ngoh. Da Dibango in Paris lebt, ist die französische Hauptstadt mittlerweile Zentrum des Makossa. Der Makossa war seit den 1970er-Jahrne von essentieller Bedeutung für die Entwicklung der Tanzmusik und Spuren des Stils finden sich sowohl in Disco-Musik als auch in späteren Ausprägungen schwarzer Tanzmusik bis hin zum Hiphop. Partikel von Dibangos Hit »Soul Makossa« wurden etwa von Michael Jackson und der R&B-Sängerin Rihanna in eigenen Songs verwendet.