Meditative Musik

Meditative Musik, auch kontemplative Musik, kosmische Musik, Sammelbezeichnung für Musik, die Meditationen unterstützen soll; in der Regel werden für die Produktion dieser Musik ausschließlich elektronische Klangerzeuger und Sampler eingesetzt.

Formale Grundlagen dieser beinahe durchweg instrumentalen Musik sind Pattern, die in einem eher langsamen Tempo ablaufen und oft auf Vorbildern aus der Musik Asiens beruhen. Häufig wird dann also auch Pentatonik eingesetzt, die Dynamik ist von geringem Umfang und die Klangwelt – obwohl in den weitaus meisten Fällen mit elektronischen Instrumenten erzeugt – basiert auf wenigen authentischen Instrumenten, so Flöten aller Art und Saiteninstrumenten wie Harfe und der chinesischen Violine Erh-Hu. Gesang erscheint allenfalls in Form textloser Vokalisen. Beinahe alle diese Merkmale traten auch im Elektronik Rock der 1970er-Jahre auf, der seinerzeit ebenfalls mit dem Begriff Meditation in Verbindung gebracht wurde.

Nicht selten ist diese Musik, eigentlich als Klangkulisse für die kontemplative Selbstbetrachtung gedacht, in der Öffentlichkeit zu hören, etwa in Arztpraxen oder Wellness-Tempeln. Der Übergang zur bloß funktionalen Musik ist einerseits fließend, andererseits können Abschnitte ähnlich gestalteter Musik auch im jüngeren Progressive Rock wie in bestimmten Spielarten der Dance Music auftreten. Der Begriff selbst wird dann allerdings gemieden.