Memphis-Blues

Memphis-Blues, Spielart des Blues, die in den 1920er-Jahren in der Region um die Großstadt Memphis entstand.

Der Memphis-Blues trat zunächst im Rahmen von Vaudeville-und Medicine-Shows auf. Zwar gab es Bands, die in ihrer Besetzung an Jug-Bands oder Skiffle-Groups erinnerten, doch waren vor Banjo, Mandoline, Kazoo und Jugs die Gitarren die vorrangigen Instrumente. Auf den Memphis-Blues, der starken Einfluss auf den frühen Rock ’n’ Roll und den Rockabilly ausübte, geht vermutlich die in der Rockmusik übliche Trennung von Lead- und Rhythmusgitarre zurück. Elektrische Instrumente wurden im Memphis-Blues erst nachdem Zweiten Weltkrieg obligat eingesetzt, dann auch begann die virtuose Beherrschung der Gitarre von Bedeutung zu werden. Protagonisten des Memphis-Blues waren u. a. Frank Stokes (* 1888, † 1955), Memphis Minnie, eigentlich Lizzie Douglas (* 1897, † 1973) und Furry Lewis (*1893, † 1981). Die Gitarristen und Sänger B. B. King und Howlin’ Wolf waren zumindest zu Beginn ihrer Karrieren ebenfalls Vertreter des Memphis-Blues.