Middle-of-the-Road

Middle-of-the-Road, Abkürzung MOR, Musik, die gleichermaßen Elemente des Schlagers wie der Rockmusik nutzt und auf die Zustimmung eines großen Publikums setzt.

Die Musik selbst ist meist von einfacher, am europäischen Lied orientierter Machart, in der eingängige Melodien, leicht mitzusingende Refrains und banale Texte sowie eine wenig auffällige Darbietungsform eine Allianz eingehen. In Rundfunkprogrammen ergeben Songs dieser Art eine eigene Kategorie (Formatradio). Die Besetzung dieser Bands glich der herkömmliche Rockbands, bestand also aus elektrischen Gitarren, elektrischem Bass und Schlagzeug; Keyboards traten optisch nicht in Erscheinung. Eine herausragende Rolle nehmen Sängerin oder Sänger der Band ein, die den Klang der Musik prägen.
Der Namen dieses Formats verdankt sich der schottischen Band Middle Of The Road, die mit Songs wie »Chirpy Chirpy Cheep Cheep« (1971), »Tweedle Dee Tweedle Dum« (1971) und »Soley Soley« (1971) Anfang der 1970er-Jahre ein großes Publikum erreichte und suggerierte, dass Rockmusik – als die sich diese Musik ausgab – das Wohlwollen jedes Hörers erreichen könne. Tatsächlich bezog dies Musik dieser Band, in deren Mittelpunkt die Sängerin Sally Carra (* 1945) stand, in nichtunwesentlichem Maße Anregungen aus dem amerikanischen Bubblegum-Rock, einer speziell für Kinder angefertigten harmonischen Rockmusik. Elemente der dem Middle-of-the-Road zugerechneten Musik, ihrerseits allemal Mainstream-Musik, sind auch Bestandteil etwa von Softrock und dem Eays-Listening-Rock. Rockhörer lehnen Middle-of-the-Road grundsätzlich ab, wenn auch nicht gleich alle Rockbands, die Stilmittel dieser Musik ebenfalls benutzen.



Diskografie

Middle of the Road: Chirpy Chirpy Cheep Cheep (1971)