Oktave

Oktave von lateinisch octavus für »der Achte«, Intervall zwischen zwei Tönen, die achte Stufe einer in einer Skala gefassten (diatonischen) Tonfolge in steigender oder fallender Richtung (obere bzw. untere Oktave). Die Oktave zu einem gegebenen Ton ergibt sich immer aus einer Verdoppelung der Frequenz.

Als Intervall ist sie reine Oktave und besitzt die gleiche Tonqualität wie die Bezugsstufe, wenn der Abstand zwischen den beiden zwölf Halbtöne, also sechs Ganztöne beträgt; anders ausgedrückt: Wenn die Schwingungsverhältnisse von Grundton und Oktave 1:2 sind (z.B. c c1). Dies bedeute eine Verdoppelung der Frequenz: Zwischen einer Schwingung von 20 Hertz und 40 Hertz beträgt der Abstand ebenso eine Oktave wie zwischen 10 000 und 20 000 Hertz.

Die reine Oktave spielt in der Musik immer eine Rolle: In Orchestrierungen und Arrangements werden Töne oktaviert, um ein größere Klangfülle zu erreichen; dies geschieht beispielsweise bei der Orchestrierung, wenn Kontrabässe Teile der Cello-Stimme lediglich oktavieren. Auch im so genannten Powerchord – der aus Grundton, Quinte und oktaviertem Grundton besteht – sorgt die Oktave des Grundtons für die Klangmacht des Akkords.

Es gibt auch übermäßige Oktaven (z.B. c-cis) sowie verminderte Oktaven (c-ces), wobei der musikalische Zusammenhang darüber entscheidet, ob eine übermäßige Oktave beziehungsweise eine große Septime gemeint ist. Oktaven werden stets mit dem gleichen Tonbuchstaben bezeichnet, also A, H, C, D und so weiter.

Soll im Notenbild angezeigt sein, dass eine Stimme eine Oktave höher oder niedriger gespielt werden soll, so steht eine kleine 8 oder 8va unter, beziehungsweise unter dem Notenschlüssel.