One-hit Wonder

One-hit Wonder, zusammengesetzt aus englisch one für »ein«, hit für »Hit« und wonder für »Wunder«, Musiker oder Band, der bzw. die nur mit einem einzigen Song erfolgreich war.

Das Kriterium, das einen Interpreten zum One-hit Wonder machen, ist zwar nicht regelrecht festgelegt, doch gibt es Anhaltspunkte: Der Song sollte je nach Größe des jeweiligen Landes wenigstens die Top 40, eher aber die Top 10 erreicht haben. Die Gründe, warum ein Musiker oder eine Band es nur zu einem einzigen Hit gebracht haben, sind unterschiedlicher Art. Der einfachste ist darin zu sehen, dass der jeweilige Künstler nicht länger aktiv war, also beispielsweise seine Zukunft nicht in der Musik sah, ohnehin nur eine Aufnahme veröffentlichte – etwa gelegentlich singende Schauspieler -, schwer erkrankte oder gar verstarb; letzteres traf beispielsweise auf Jiles Perry Richardson, Jr. (* 1930, † 1959), bekannt unter dem Namen The Big Bopper, zu, der seinem Top-10-Hit »Chantilly Lace« (1958) keine weiteren hinzufügen konnte. Mitunter lassen Musiker, die bereits einen Top-10-Hit hatten, zuviel Zeit bis zur Veröffentlichung einer weiteren Single verstreichen und verschwinden aus dem Gedächtnis des Publikums. In den meisten Fällen ist es aber unerklärlich, warum ein Interpret nur eine einzige Single in den Hitparaden platzieren konnte, mit anderen Songs – ob nun ähnlicher Machart oder vielleicht sogar besser – keinen Erfolg mehr hatten.
Die Songs der One-hit Wonder mögen kurzzeitig zwar in Vergessenheit geraten, bleiben aber seltsamerweise oft im Langzeitgedächtnis des Publikums haften und büßen kaum an Beliebtheit ein. Auf Kompilationen, die etwa einem bestimmten Zeitraum oder einer bestimmten Musikart gewidmet sind, finden sich regelmäßig zahlreiche One-hit Wonder.
Aus der Vielzahl der One-hit Woner seien wahllos einige herausgegriffen: Scott McKenzie (»San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)«; 1967), Whistling Jack Smith, eigentlich Billy Moeller (»I was Kaiser Bill’s Batman«; 1967), Eric Carmen (»All by Myself«; 1975), The Buggles (»Video Killed The Radio Star«; 1979), Sugar Hill Gang (»Rapper’s Delight«; 1979), Soft Cell (»Tainted Love«; 1982), Dexys Midnight Runners (»Come On Eileen«; 1982) und Nena (»99 Luftballons«; 1983 in den USA). Es sei allerdings nicht verschwiegen, dass die Namen der Interpreten weit häufiger in Vergessenheit geraten als der jeweilige Song.
Wenn Hitparaden für die Kunstmusik auch nicht gerade üblich sind – wenn es sie natürlich auch gibt -, so sind nicht wenige Komponisten ebenfalls der Kategorie One-hit Wonder zuzurechnen – oft genug ist es nur ein Werk, dass den Namen eines Komponisten die Zeit überdauern lässt. Natürlich bleibt es einigermaßen willkürlich, etwa das Schaffen Johann Pachelbels auf seinen bekannten Kanon, oder das Nikolai Rimski-Korsakows auf den »Hummelflug« beschränken zu wollen.



Diskografie

Uli Wengers One Hit Wonder (CD-Serie, diverse Erscheinungsjahre; bis 2010 zwölf CDs)



Weblink

http://www.br-online.de/bayern3/one-hit-wonder/index.xml (Website zum Thema One-hit Wonder)