Panorama-Effekt

Panorama-Effekt, akustischer Effekt, besonders in den Anfängen der Stereotechnik beliebt.

Die Stereotechnik mit zwei Kanälen ermöglichte es, mit Hilfe des Pan Pot (Panorama Potentiometer) eine Schallquelle – zum Beispiel die Leadgitarre oder einen Synthesizer – von der einen Seite zur anderen oder gar wiederholt hin und her wandern zu lassen. Ein einprägsames Beispiel für diesen Effekt findet sich, verbunden mit einer Beschleunigung der Tonfolge, am Schluss von »Brain Salad Surgery« von Emerson, Lake & Palmer, ein weiteres in dem Song »Innuendo« von Queen. Weitere Beispiele bieten etwa »Fragile« von Yes oder »Moscow« von Wonderland. Dabei muss die hin und her wandernde Klangquelle keineswegs im akustischen Vordergrund stehen: In dem Song »Maxwell’s Silver Hammer« von den Beatles wandert während der letzten Strophe im Hintergrund eine auf einem Synthesizer gespielte Melodie langsam von links nach rechts.

Bei übermäßigem Gebrauch wird der Effekt auch als Ping-Pong-Effekt bezeichnet. Tatsächlich war das Geräusch, das ein Tischtennisball beim Spiel erzeugt, Teil manch einer Demonstrationsschallplatte für die Stereofonie.

Diskografie

Wonderland: Moscow (1968)
Yes: Fragile (1971)
The Beatles: Abbey Road (1969)
Emerson, Lake & Palmer: Brain Salad Surgery  (1973)
Dee-Lite: World Clique (1990; Smile on)
Queen: Innuendo (1991)