Parallelbewegung

Parallelbewegung, englisch parallel motion, gleichzeitige Bewegung zweier Stimmen im Parallelgang, der entweder eine strenge Parallele darstellen kann (Terz-, Quint-, Sext-, Oktavparallelen usw.) oder mit wechselnden Intervallen in der gleichen Richtung verläuft.

Das Gegenteil von Parallelbewegung ist Gegenbewegung, eine dritte Gattung ergibt sich durch Seitenbewegung. Im Sinne der traditionellen Satzlehre, die für die harmonisch-tonale Musik und zum größten Teil daher auch für die Rockmusik gilt, verursacht die Parallelbewegung einen satztechnischen Fehler, wenn sich durch sie parallele Oktaven und Quinten ergeben. Parallele Terzen und Sexten sind dagegen, sofern sie nicht durch allzulange Ketten ermüden, erlaubt.
Oktaven dürfen dann parallel geführt werden, wenn es sich dabei nicht um selbständige Stimmen, sondern lediglich um Stimmverstärkung – Oktavverdopplung – handelt, wie sie in der Rockmusik im Spiel von Gitarre und Bassgitarre häufig entsteht. Ausgenommen sind von dem Verbot auch parallel geführte Quinten, wenn durch die Intervallverknüpfung lediglich koloristische Wirkungen erzielt werden sollen.
Aus der Vielzahl der Beispiele für Parallelbewegung in der Rockmusik seien wahllos genannt: »And Your Bird can sing« von den Beatles und »Oh well« von Fleetwood Mac.

Diskografie

The Beatles: Revolver (1966)
Fleetwood Mac: Then play on (1969)