Pattern

Pattern, englisch von lateinisch pater für Vater über mittelenglisch patron für »Muster«, allgemein für jede sich periodisch wiederholende Ansammlung von Sachverhalten oder Ereignissen; der Begriff wird zwar in der Musik und der Beschreibung von Musik häufig verwendet, ist aber nicht ausschließlich mit Musik verknüpft.

Patterns können in der Musik dem Rhythmus, der Harmonik und der Melodik zugrunde liegen. So liegen einem ostinaten Bass, einem Loop oder einem Riff stets ein rhythmisches Pattern, ein harmonisches Pattern und ein melodisches Pattern zugrunde. Wesentlich ist, dass der Begriff lediglich die Sache selbst meint, nichts aber über beispielsweise Tempo oder Instrumentation aussagt, außerdem, dass von Pattern nur gesprochen werden kann, wenn durch Verkettung Perioden beliebiger Länge gebildet werden. Pattern treten in Jazz und Rock sehr häufig als Bass- oder Gitarrenriffs auf. So basiert das Gitarrenriff von »Smoke On The Water« (Deep Purple: »Machine Head«; 1972) auf mehreren Patterns:

Notenbeispiel folgt

Das rhythmische Pattern ist:

Notenbeispiel folgt

Das melodische Pattern lautet:

Notenbeispiel folgt

Dem wiederum liegt ein harmonisches Pattern zugrunde:

Notenbeispiel folgt

In der Musik trat der Begriff Pattern zunächst im Umfeld der Minimal Music von Phil Glass und Steve Reich auf. In der Minimal Music wurden beispielsweise gegebene rhythmische und melodische Pattern im Laufe der Wiederholungen allmählich und auch nur geringfügig verändert, so dass der Hörer diese Veränderungen kaum bemerkt. Der Begriff wird auch in der Musikethnologie verwendet und spielt beispielsweise in der Beschreibung und Analyse von Musik aus Asien und Schwarz-Afrika eine Rolle, kann prinzipiell aber auf jede Art von Musik angewendet werden.