Popular Music

Popular Music, Bezeichnung für amerikanische Entertainer-Musik, als deren langjähriger Hauptvertreter Frank Sinatra gelten kann; der Begriff ist nicht zu verwechseln mit dem Begriff Pop Music

Emotionsstarke sprachliche Bilder, gefällige melodische Wendungen in mehrfacher Sequenzierung, überpointierende Instrumentierung mit Streichern, Vokalchor als Hintergrund und dergleichen sind Kennzeichen dieser gefühligen Gattung, für die »Strangers in the Night« (ein Millionenhit Sinatras, komponiert von Bert Kaempfert), als Beispiel stehen mag. Aus der Umschreibung geht hervor, dass Popular Music und Rockmusik in Haltung und Stilmitteln, auch im Hinblick auf das angesprochene Publikum, grundverschieden sind. Wohl aber ist Popular Music der beschriebenen Art immer wieder Zielscheibe des Spotts von Rockmusikern gewesen, sei es eine sanft ironische Parodie bei 10cc (»The Film of my Love« auf der LP »The Original Soundtrack«, 1975), sei es eine rüde Cover-Version bei Sid Vi cious (»My Way«, 1978). Im Laufe der 1980er-Jahre verwischten sich die Grenzen zwischen Mainstream-Rock und Popular Music allerdings. Dennoch konnten auch zu Beginn der 1990er-Jahre Popular Music und Rock nicht ohne weiteres als eng verwandt angesehen werden, wie es etwa Tony Palmer in seinem Buch All You Need Is Love postulierte. Im Laufe der 1990er-Jahre offenbarten allerdings einige Songs aus R & B einige Parallelen zur Popular Music vergangener Tage.

Literatur

Palmer, Tony: All You Need Is Love. The Story of Popular Music; London 1976; dt. All You Need Is Love. Vom Blues zum Swing, von Africa zum Broadway, vom Jazz zum Soul und Rock’n’Roll; München/Zürich 1977