Power-Pop

Power Pop, angeblich von dem Gitarristen der britischen Rockband The Who, Pete Townshend, geprägter Begriff; Townshend soll die Musik seiner Band mit diesem Begriff charakterisiert haben.

Beschreiben wird mit dem Begriff Power Pop eine Rockmusik, die formal weit mehr auf dem europäischen Lied als auf dem Blues basiert, von wirkungsvollen Gitarrenriffs und einem Wechsel zuwischen Lead- und Satzgesang geprägt ist; ausgeprägte Gitarrensoli hingegen sind verpönt. Die Musik eben von The Who, Badfinger, The Raspberries, The Hollies, Big Star und The Zombies entspricht zumindest in einigen Songs diesem Ideal. Dennoch ist der Begriff keineswegs eindeutig und wurde in seiner schillernden Vieldeutigkeit seit den 1960er-Jahren immer wieder aufs Neue für Musik verwendet die ohne größere Raffinesse konstruiert und ohne Umstände vorgetragen wurde. So wurde innerhalb der so genannten New Wave eine ganze Strömung innerhalb des Phänomens als Power Pop bezeichnet. Zu den Protagonisten dieser Musik der 1980er-Jahre gehörten Bands wie The dBs, Cheap Trick, The Knack, The Jam, XTC und Einzelmusiker wie Mickey Jupp und selbst Blondie. In den 1990er-Jahren erhielt folgerichtig auch die Musik etwa von Oasis und Blur das Etikett Power Pop. Ein einheitlicher Stil ist indes mit dem Begriff nicht beschrieben.