Roots Reggae

Roots Reggae, von englisch roots für »Wurzeln« und Reggae, im eigentlichen Sinn der Reggae der Rastafari; aufgrund der Tatsache, dass der Sänger und Gitarrist Bob Marley Vertreter dieser Musik war und sie weltweit popularisierte, gilt Roots Reggae als der Reggae schlechthin, obwohl es diverse andere Spielarten dieser Musik gibt.

Roots Reggae entstand aus Ska und Rocksteady. Wie im Rocksteady wird auch im Roots Reggae auf Bläser meistens verzichtet, während Trompete und Posaune im Ska obligat verwendet werden. An die Stelle der Bläser treten von Sängerinnen gebildete Background-Chöre, während Bass und Schlagzeug eine den Gesamtklang der Musik bestimmende Rolle spielen. Die Gitarre wie auch die Hammond-Orgel werden lediglich als Rhythmusinstrumente eingesetzt, Instrumentalsoli sind selten und meistens kurz.
Der Chor übernimmt eine ambivalente Rolle: einerseits übernimmt er bestimmte Teile des vom Solosänger in meist deklamatorische Weise vorgetragenen Textes im Satzgesang, mitunter aber auch in verstärkender Form im Unisono; dann wieder wird der Text des Sängers kommentiert. Die Themen des Roots Reggae sind teils religiös in der Anpreisung von Jah (Gott), teils aber auch weltlicher Natur in dem sie Sozialkritik üben und Armut wie staatliche Repression anprangern. Manche Texte sind dem Rauschmittel Cannabis gewidmet und fordern dessen Legalisierung. Neben Bob Marley sind Aswad, Augustus Pablo, Black Uhuru, Burning Spear, Coxsone Dodd, Gregory Isaacs, The Wailers, King Tubby, Lee »Scratch« Perry, Laurel Aitken, Peter Tosh, Prince Far, Sly and Robbie, Toots and The Maytals und U-Roy weitere Vertreter des Roots Reggae.

Diskografie

Bob Marley & the Wailers: Live at the Roxy (2003)