Slip-Cueing

Slip-Cueing, Bezeichnung für eine DJ-Technik, die Mitte der 1970er-Jahre von dem amerikanischen Discjockey Francis Grasso (* 1951) entwickelt wurde, ihr Vorbild aber in älteren, vor allem im Rundfunk verwendeten Techniken hat.

Ziel der Technik ist es, die Musik von zwei Schallplatten, die auf getrennten Plattenspielern liegen, nahtlos und möglichst metrisch exakt ineinander übergehen zu lassen. Dazu wird, während eine Platte abgespielt wird, eine zweite auf dem laufenden Teller des zweiten Plattenspielers festgehalten und im entscheidenden Moment losgelassen. Um die Drehzahl des zweiten Plattenspielers auf der korrekten Höhe halten zu können, wird zwischen Platte und Plattenteller eine Filzmatte (Slipmat) gelegt, die die Reibung so weit heruntersetzt, dass der Plattenteller durch das Festhalten der Platte nicht abgebremst wird.