SMPTE-Timecode-Verfahren

SMPTE-Timecode-Verfahren, von der amerikanischen Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) in der Spezifikation SMPTE 12M als Standard durchgesetztes Verfahren, Geräte und Software der Video- und Audiotechnik zu verbinden; der Standard hat weltweit Bedeutung.

Das Verfahren dient der Synchronisation von Bild und Ton bei der Produktion entsprechender Medien, also Filmen, CDs usw. Im Falle analoger Aufzeichnungsgeräte, etwa Bandmaschinen, wird jeweils eine Spur benutzt, um Informationen über den jeweiligen zeitlichen Stand des Bandablaufs zu markieren und aufzuzeichnen. Diese geschieht mittels so genannter Frames, die beispielsweise den bei der Filmproduktion üblichen Bildzahl je Sekunde (Framerate) entsprechen. Gängig sind in diesem Fall Framerates von 24 Frames je Sekunde für Film (entspricht den bei Kinofilmen üblichen 24 Bildern je Sekunde), 25 Frames je Sekunde (entspricht 25 Bildern je Sekunde bei der PAL-Fernsehnorm) und 29, 97 Frames je Sekunde (NTSC-Fernsehnorm). Der Timecode selbst beruht auf einem Binärcode, der neben der zeitlichen Information weitere Angaben enthalten kann. Von größter Bedeutung ist eine verlässlich verfügbare Zeitbasis, die den Studios, die mit dem Verfahren arbeiten, via GPS übermittelt wird. Auf diese Weise können Aufnahmen auch leicht zur Weiterverarbeitung an andere Produktionsstätten weitergegeben werden, sofern diese ebenfalls mit dem SMPTE-Timecode-Verfahren arbeiten. Das Verfahren kann über MIDI auch für die Synchronisation weiterer Geräte eingesetzt werden.