Songplugger

Songplugger, von englisch song für »Lied« und plugger für »Werber«, auch Boomer, Vertreter eines Musikverlages mit der Aufgabe, Lieder an Sänger und Musikgeschäfte zu verkaufen; der Berufszweig entstand Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde besonders von Pianisten ausgeübt.

Der Songplugger übernahm die von Notenverlagen übertragene Aufgabe, in Musikgeschäften deren Inhaber und Kunden neu herausgegebene Songs seines Auftraggebers vorzuspielen und damit zum Kauf der Noten zu animieren. Auch wurden Songplugger auf die Reise geschickt, um mehr oder weniger bekannten Sängerinnen und Sängern neue Songs zu verkaufen. Mitunter gingen diese Kunden eine Allianz mit dem Songplugger ein, trafen Vereinbarungen hinter dem Rücken des Auftraggebers oder ließen sich gar bestechen.

Mit dem Aufkommen der Schallplatte verlagerte sich die Tätigkeit der Songplugger in die Büros der Plattenfirmen: Da diese Sängerinnen, Sänger und Musiker durch Vertrag an sich banden, bestimmten sie auch deren Repertoire. Die Schallplatte war aber auch die Ursache, dass der Songplugger als Figur im Musikgeschäft verschwand. Wurden zuvor Noten gekauft, um diesen oder jenen Song zuhause am Klavier selbst zu spielen, so kaufte dasselbe Publikum nunmehr die Schallplatte mit dem Song.

Zu Beginn seiner Laufbahn betätigte sich auch der amerikanische Komponist George Gershwin als Songplugger.