Space Rock

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Space Rock, zusammengesetzt aus englisch space für »Weltraum« und Rock, unscharfer, mehrdeutiger Begriff, häufig als Synonym für Progressive Rock oder auch Psychedelic Rock gebraucht, tatsächlich aber ein Nebenzweig des Psychedelic Rock
Als in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre elektronische Klangerzeuger wie Synthesizer und Effektgeräte wie der Phaser aufkamen und Rockbands ihr Publikum mit ungewöhnliche Klängen überraschten, gleichzeitig die Thematik mancher Songs sich um den Weltraum, ferne Galaxien und fremdartige Zivilisationen drehte – Reflex auf denStart des russischen Satelliten Sputnik im Jahre 1957 und die in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre daraus folgende und stark beachtete Raumfahrt der amerikanischen NASA –, lag es für manch einen Musikjournalisten nahe, diese Musik mit dem Etikett Space Rock zu versehen, ohne weiter auf musikalische Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen. So wurde vor allem in den ausgehenden 1960er-Jahren und beginnenden 1970er-Jahren die Musik nicht weniger Rockbands kurzerhand als Space Rock bezeichnet: Die Bands Hawkwind, Nektar, Pink Floyd, UFO und Gong seien stellvertretend für viele genannt.
Der Weltraum war für viele Musiker und Rockbands interessant und führte zwischen 1965 und 1975 immer wieder zu einzelnen Songs oder ganzen Alben, die sich mit dem Thema beschäftigten, manchmal in ernsthafter, manchmal in ironischer Weise: The Tornados besangen das »Life on Venus« (1963), The Randells »The Martian Hop« (1963), The Original Spaceman das »Space Walkin’« (1965), The Byrds »CTA 102« (1967), Pink Floyd »Astronomy Domine« (1967), die Rolling Stones »2000 Light Years From Home« (1967), Jimi Hendrix »EXP« (1967), die Bonzo Dog Doo Dah Band den »Urban Spaceman« (1968 – eher ein Song über Drogen und den nach Einnahme resultierenden Rausch –, David Bowie »Space Oddity« (1969), Captain Beefheart »Big Eyed Beans from Venus« (1972), Devo den »Space Junk« (1978) und Kraftwerk das »Spacelab« (1978). Eine kaum einzuschätzende Rolle dürften auch der Film gehabt haben , von »The War of the Worlds« (1953, Regie: Byron Haskin; nach H.G. Wells gleichnamigem Roman von 1898) bis »2001: A Space Odyssey« (1968; deutsch: »2001: Odyssee im Weltraum«) des britischen Regisseurs Stanley Kubrick.



Weblink

http://www.space-rock.co.uk/ (Britische Website mit diversen Informationen zu Space Rock und progressive Rock)