Spannungssteuerung

Spannungssteuerung, Abkürzung VC, (englisch »Voltage Control«), Verfahren, die Module eines analogen Synthesizers, also Oszillatoren, Filter und Verstärker, mittels variabler Gleichspannungen zu steuern.

Die Spannungen können manuell oder automatisch verändert werden. Zwar kommt als Quelle der Spannung jede Gleichspannungsquelle infrage, doch ist das zentrale Steuerungsinstrument von Synthesizern eine Klaviatur. Wird beispielsweise ein VCO (Voltage Controlled Oscillator) durch eine Spannung gesteuert, so ergibt eine Spannungsänderung um ein Volt eine Veränderung der Tonhöhe um eine Oktave. Die Charakteristik von ein Volt je Oktave ermöglichte den einfachen Bau von temperiert gestimmten Instrumenten, da die Spannung so geteilt wird, dass ein Abfall oder Anstieg einer Spannung eine Tonhöhenänderung von einem Ton ergibt.

Auch die Filter können durch die von der Tastatur abgegebene Spannung gesteuert werden, doch wird dies oft auch von speziellen Hüllkurvengeneratoren übernommen, die nach einem von der Tastatur ausgegebenen Spannungsimpuls (Gate-Impuls) ihrerseits einen variablen Spannungsverlauf erzeugen., der den Filter analog öffnet und schließt. Auf ähnliche Weise werden die Verstärker gesteuert. Die Spannungssteuerung wurde in den 1960er-Jahren maßgeblich von dem Amerikaner Robert Moog entwickelt und ermöglichte die Konstruktion musikalisch brauchbarer Synthesizer.